NLP und was das so ist
– für oberfränkische Frauen
 

 in Thomas Gottschalks Kulmbacher Dialekt


"Weil Ihr mich immer frochd, was des is, NLP (mit am harden B!), will ich Eich des amol erklär'n. Zwar net gleich alles, aber an Dal devo. Als ich NLP g’lernd hob', do hob' ich viel erfahr'n über'n Körber, und des derzil ich Eich etzt amol.

Eie Körber macht, dass Ihr laaf'n kennd und hupf'n und renna und danz'n. Dann machd er nuch, dass Ihr mit Eiera Händ ess'n und Euch am Hindern kratz'n und in den Ohr'n bohr'n kennd, wenn zevil Schmolz drin is. Außerdem kennt Ihr aus Eiera Aag’n rausgugg'n und alles oschaua, was da so rundrum is o Farb'n und Zeich und Gechend und anera Leud. Aber Ihr könnt nuch mehr mach'n mit dem Ding.

Ihr kennd her'n, was anere su sog'n oder wie aner singd oder Musig schbild. Ihr kennd schmeck'n, wie Sauerbrod'n und Kließ schmeck'n und Ihr kennt na segor riech'n, den Sauerbrod’n. Des alles machd Eie Körber für Eich, ganz schee vil, gell?

So, - und etz stell Dir mol vor, Dei’ Körber wär a Radiowegger, der Dei Lied immer so vor sich hin düdld. Wasd’, so a richtich scheena Melodie. Mit huha und diefa Dön, mol a wengla lauter, mol a weng leiser, grad so schee dehie.

Etz stell Dir nuch vor, do kummd Aner und sochd ze Dir, Du sollsd Dich net mehr am Hindern kratz'n, wall mer des net dud. Wall Du Den gern hosd und ihm gefall'n mächst, läss’ da des dann eb'n blei’m. Aber etz juggd des und Dir wird ganz flau im Mog'n. Etz guggt Der aber immer hie und Du willst Dich deshalb net kratz'n.

Na, mit der Zeid g’wöhns'd Dich os Jucken und o des flaua G’fühl im Mog'n a. Des is dann su a bissla wie einschlof’n. Siegsd’ – und do fängd Dei Radiowegger zu Dei'm Lied ganz leis ze summa o, weil, er Dich hald widder aufwegg'n will.

Nu isses aber so, – der Düb (engl. Typ) guggt immer nuch – und Du willst Dich desweche net kratz'n. Also gut, – g’wöhns'd Dich eb'n o Dei Lied mit am klana Summdon drin.

Noch aner Weil socht Der zu Dir, Du sollsd net immer soviel rumgugg'n, sondern Deina Aag'n immer su a bissla niederschlag'n, des däd Dir so gut schdeh'n und däd Dich su schee keusch ausseh'n lass'n. "Keusch", denks'de, was moch des wohl sa "keusch". Ober noja, walsd willsd, dass er Dich hübsch find’, schlägsd die Aag'n hald nieder.

Etz sen aber rundrum, die ganz'n Farb'n und die Leud und das Zeuch und Du konnsd des gor nimmer richdich sähng. Do kriegsd an Klumb'n im Mog'n, ka flau’s G’fühl mehr.

Des sochs da dem Düb’n dann, aber Der mand, also wenn du des net konnss, dann moch er nimmer bei Dir sa. No gud, dengs'dä, ich werd' mich schon dro g’wöhna und schlächsd deina Aag'n so nieder, dass es ganz doll keusch aussichd.

Des is dann su, wie nuch a bissla mehr schlof’n. Etz summt Dei Radiowegger lauder, weil er Dich ja sunsd net wach kriechd. Du konnsd Dei Lied schon fast nimmer her'n vor lauder Summa. – Do driggs’da Dich no ganz eng an den Düb'n, wall Du kriegsd a bissla Angst vor dem G’summ. Etz bisd du ganz nah an ihm dran und kannst mid'm Aag'nniederschlog'n a net mogl'n, denn des däd Der ja gleich merg'n.

Noch aner Weile kimmd Der wider mit aner Idee. Er maant, Du sollsd nimmer su rumspringa und Dich net immer so verrenk'n beim Tanz'n, wall, des schiggd sich net, fier su a keuscha Fraa wie Diech. Damit wills'd aber bardu (franz. partout) net aufhör'n und des sochsd na a. – „Gud,“ soch'der, „dann geh ich eb'n und loss Dich alaa do hogg'n.“ Des wills'da nuch wenger und doher dengs'der, „Noja, su schlimm werd's scho net wer’n. Also hubfs'da nimmer und danzd nimmer, sondern übsd scheena gemessena Schridde. „Sigsd,“ sochd Der, „etz bis'da schon a richtich moderna Fraa, mit der me sich sähg’n loss'n ko. Do freis'd Dich nocher doch.

Etz hos'da zwar a Mog’nschleimhauden’zündung, ober defir bis'da a moderna Fraa. – Dei Lied hers'da a nimmer, wall Dei Radiowegger derwall schrilld, wall er Dich ja net wach krieg'n ko. Aber Du hos'Dich ja inzwischen so orch ans Schlof'n g’wöhnd, dass da gar nimmer wach wer’n willsd. Mit der Zeid vergiss’da, dass du überhabt mal a Lied ghobd hosd und denksd, des schrilla Gschrei bis’ Du.

Nur manchmol in de Nochd, oder wenn amal alaa bisd und a bissla Zeid hosd, nocherd hers'd dief in Dir drinna so a richdich scheena Melodie, mit huha und diefa Döne, mol e wengla lauder, mal a weng leiser, grod su schee dehie. Und no muss'd greina.

Wennsda Dich nocherd endschließd, des Geschrille in Dei’m Radiowegger wider abzuschdell'n und wieder ze hubf'n und ze danz'n und ze gugg'n und Dich am Hindern ze kratz'n, dann gisd ze jemanden, der was vo NLP verstihd und sogsd dem des. – Und wos der dann mid Dir machd, damid des klabbd – und wenn des dann a klabbd, dann wor des NLP, wos der g’machd hod."
 

Idee von einer NLP-Kollegin, die nicht genannt werden wollte.
(Als Schulkamerad von Thomas Gottschalk ist die Kulmbacher Mundart auch meine Muttersprache)

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NLP und was das so ist – für oberfränkische Männer

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